PODIUM GEDANKEN ZUFLUCHT

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Über Flucht, Fluchtursachen, Verantwortung, Europas Grenzen und zu viele Tote. Über Integration und Ausschluss, Rassismus und Rhetorik, Angst und Hoffnung. Für Bürgerinnen. Alte, neue. Für Freunde und Besuch. Für Gernedenker, Nichtpauschalisierer und Interessierte. Für Menschen. Für Sie, für Dich und uns. Paint Love !

Die ganztätige Podiumsveranstaltung GEDANKEN ZUFLUCHT. VON FLUCHTURSACHEN ÜBER EUROPAS GRENZEN BIS ZU UNS am 19. März 2016 folgte mit drei Themenschwerpunkten den Fluchtbewegungen nach Europa: Von den scheinbar weit entfernten Katastrophengebieten über Europas Außengrenzen bis hin zu den Reaktionen auf die Konfrontation vor der eigenen Haustür. In einem pointierten Diskurs beleuchten wir Hintergründe, vermitteln Kontextwissen, befragen Ängste und rütteln an Vorurteilen.

Die teilnehmenden Gäste waren so vielseitig wie die Themen selbst: von einer Autorin, einer Integrationsexpertin und einem Aktionskünstler über Islam- und Medienwissenschaftler sowie einer Juristin bis hin zu Vertretern unterschiedlicher Hilfsorganisationen, einem Nahostexperten und einem ehemaligen Kapitän.

Samstag, 19. März, 12 bis 19.30 Uhr (Einlass ab 10 Uhr)
Alte Textilfabrik, Taunusstraße 19, Frankfurt am Main
Der Eintritt frei, Spenden willkommen.

In Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung Hessen e.V. Schirmherr ist Tarek Al-Wazir.


FLUCHT UND FLUCHTURSACHEN
Statements und Talk
19. März, 12 bis 14 Uhr

Von Krieg bis »Wirtschaftsflucht«: Wir werfen einen Blick auf globale Fluchtbewegungen und
-ursachen und beleuchten die Rolle von Außen- und Wirtschaftspolitik. Damit einher geht ein Appell an die Verantwortung jedes Einzelnen: Hinsehen! als Imperativ.

Moderation: Pitt von Bebenburg

>Martin Glasenapp, Fachreferent für Migration und für den Nahen und Mittleren Osten bei medico international e.V.
>Francisco Marí, Referent für Welternährung, Agrarhandel und Meerespolitik bei Brot für die Welt e.V. 
>Thomas von der Osten-Sacken, Geschäftsführer der Hilfsorganisation Wadi e.V. und freier Publizist
>Philipp Ruch, Politischer Philosoph und Chefunterhändler des Zentrums für Politische Schönheit 

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EUROPAS GRENZEN
Vorträge und Talk
19. März, 14.45 bis 17 Uhr

Obergrenzen, Außengrenzen, Asylrecht und das Ringen um den kleinsten gemeinsamen Nenner einer Wertegemeinschaft – was ist verhandelbar, was bedingungslos einzufordern? Wie steht es um Europas Ideale angesichts einer Grenzpolitik mit unzähligen Ertrunkenen und erstarkendem Nationalen?

Moderation: Meinhard Schmidt-Degenhard

Vortrag: »Das Boot ist voll«? Dublin, Obergrenzen, Kontingente und Rücknahmepolitik
>Prof. Dr. Anna Lübbe, Professorin für Öffentliches Recht und ADR sowie Kodirektorin des Centrums für interkulturelle und europäische Studien an der Hochschule Fulda

Vortrag: Menschenrechte in Seenot 
>Stefan Schmidt, ehrenamtlicher Beauftragter des Landes Schleswig Holstein für Flüchtlings-, Asyl- und Zuwanderungspolitik, ehemaliger Kapitän der Cap Anamur, Gründungsmitglied borderline europe e.V. 

Im Anschluss Talk mit Vortragenden und weiteren Gästen

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UND WIR?
Statements und Talk
19. März, 17.30 bis 19.30 Uhr

Let’s talk about us: Integration und Exklusion, das Dunkeldeutsch im Fluchtdiskurs, Islam, Islamismus und Islamophobie und die große Frage nach dem »wir«.

Moderation: Meinhard Schmidt-Degenhard

>Prof. Dr. Bekim Agai, Direktor des Instituts Studien der Kultur und Religionen des Islam, Goethe-Universität Frankfurt
>Mely Kiyak, Autorin und freie Journalistin
>Prof. Dr. Christian Schicha, Professor für Medienethik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
>Prof. Dr. Anette Treibel, Soziologin, Autorin von „Integriert Euch! Plädoyer für ein selbstbewusstes Einwanderungsland.“ (Campus Verlag, 2015).

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Fotos
Bekim Agai: Uwe Dettmar
Mely Kiyak: Ute Langkafel
Philipp Ruch: Patryk Witt
Stefan Schmidt: Wesenberg